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Tafeloliven: Nährwert, Sorten und die Wahl einer passenden Portion

Grüne und dunkle Oliven in einer hellen Keramikschale, daneben Oliven und Olivenblätter auf einer Holzfläche vor unscharfem Hintergrund.

Einleitung

Tafeloliven geben Salaten, Brot, Getreidegerichten und Hülsenfrüchten einen kräftigen Geschmack und eine besondere Textur. Sie liefern vor allem einfach ungesättigte Fettsäuren, etwas Ballaststoffe und Vitamin E sowie pflanzliche phenolische Verbindungen. Beim Einkauf ist besonders der Salzgehalt zu beachten: Die Zusammensetzung einer Olive unterscheidet sich je nach Sorte, Größe, Verarbeitung und Aufbewahrungsflüssigkeit erheblich. Sinnvoll ist es, ein passendes Produkt auszuwählen, eine kleine Menge auf eine ausgewogene Mahlzeit zu verteilen und die tatsächlichen Ergebnisse der Forschung an der ganzen Frucht richtig einzuordnen.

Inhalt

Welche Oliven behandelt dieser Artikel, und wie werden sie noch genannt?

Dieser Artikel behandelt die essbaren, verarbeiteten Früchte von Olea europaea L., einem Mitglied der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Botanisch ist die Olive eine Frucht: Ihr Fruchtfleisch umgibt einen harten Stein, auch wenn sie meist in herzhaften Speisen gegessen wird. Im Deutschen heißen die Frucht Olive und der Baum Olivenbaum oder Ölbaum; die zum Essen zubereiteten Früchte werden als Tafeloliven bezeichnet. Gegenstand dieses Artikels ist das essbare Fruchtfleisch nach der Lebensmittelverarbeitung. Gepresstes Olivenöl, Olivenblätter und konzentrierte Extrakte haben andere Zusammensetzungen und Verwendungszwecke. [1] [2]

Fruchtnamen in anderen Sprachen sind beispielsweise französisch olive, spanisch aceituna oder oliva, italienisch oliva, portugiesisch azeitona und arabisch zaytūn (زيتون). Auch die Baumnamen können abweichen, etwa olivier, olivo und oliveira. Kalamata, Manzanilla und Picholine bezeichnen Sorten oder Handelsbezeichnungen, die mit bestimmten Sorten und Zubereitungen verbunden sind; sie sind keine austauschbaren wissenschaftlichen Namen für alle Tafeloliven. [2]

Grün oder schwarz: Was sagt die Farbe aus?

Oliven können grün, während des Farbumschlags oder nach natürlicher Dunkelfärbung geerntet werden. Manche schwarzen Dosenoliven werden jedoch erst durch Oxidation während der Verarbeitung dunkel. An der Farbe allein lassen sich deshalb Reifegrad, Phenolgehalt oder Nährwert nicht erkennen. Auch Sorte, Einritzen oder Aufbrechen, Verarbeitungsdauer, Salz, Laugenbehandlung und Fermentation beeinflussen Geschmack und Textur. [13] [12]

Ganze, entsteinte, geschnittene und gefüllte Oliven erfüllen unterschiedliche Zwecke in der Küche. Ganze Oliven erfordern Aufmerksamkeit wegen des Steins; gehackte Oliven verteilen ihr Aroma im Gericht; gefüllte Produkte enthalten zusätzliche Zutaten. Füllungen aus Käse, Fisch oder Mandeln können Allergene, Natriumgehalt und Energiegehalt verändern. Die Bezeichnung „Oliven“ auf der Vorderseite einer Verpackung beschreibt daher nicht den gesamten Inhalt.

Was liefert eine anschauliche Menge?

Als überprüfbares Beispiel führt das University of Rochester Medical Center Nährwerte für eine einzige sehr große, reife Dosenolive auf. Die Multiplikation genau dieses Eintrags mit zehn ergibt ungefähr 67 kcal, 5,7 g Fett, davon 4,2 g einfach ungesättigte Fettsäuren, 2,1 g Ballaststoffe, 0,8 g Eiweiß, 4,7 g Kohlenhydrate, 1,4 mg Vitamin E und 745 mg Natrium. Dies sind berechnete Werte für zehn Oliven, die genau dieser Beschreibung entsprechen – keine therapeutische Portion und keine allgemeingültige Tabelle für jedes Glas. [3]

Das Beispiel zeigt, warum die Kennzeichnung wichtig ist: Bereits eine überschaubare Menge kann Geschmack und Nährstoffe beitragen, zugleich aber beträchtlich Natrium liefern. Vergleichen Sie Produkte zunächst bei gleichem Gewicht und berechnen Sie anschließend die tatsächlich verzehrte Menge. Eine Verpackung kann zwei Oliven als Portion nennen, eine andere vier und eine dritte 100 g. Natrium und Salz sind außerdem unterschiedliche Größen; ihre Zahlen dürfen nicht direkt verglichen werden, wenn die Etiketten unterschiedliche Begriffe verwenden. [4]

Konkreter ernährungsbezogener Nutzen

Beitrag zu einer günstigeren Fettverteilung. Oliven liefern ungesättigte Fettsäuren, die in eine herzfreundliche Ernährungsweise passen können. Die allgemeine Ernährungsevidenz spricht dafür, einen Teil der gesättigten Fette durch ungesättigte Fette zu ersetzen. Oliven sind daher besonders sinnvoll, wenn sie beim Zusammenstellen einer besseren Mahlzeit helfen – etwa mit Hülsenfrüchten, Gemüse und Vollkornprodukten sowie einer kleinen Menge Oliven. Eine große Schale zusätzlich zu einer bereits kalorien- und salzreichen Mahlzeit erzeugt nicht automatisch einen weiteren Nutzen. [5]

Ein bescheidener Beitrag zu den Ballaststoffen. Das Fruchtfleisch trägt zur täglichen Ballaststoffmenge bei – ein praktischer Unterschied zu gepresstem Öl. Ballaststoffe unterstützen im Rahmen einer abwechslungsreichen Ernährung eine regelmäßige Verdauung. Eine übliche Olivenportion kann Bohnen, Gemüse oder Vollkornprodukte jedoch nicht ersetzen und belegt keine eigenständige Behandlung von Verstopfung durch Oliven. [3] [6]

Etwas Vitamin E und phenolische Verbindungen. Vitamin E übernimmt im Körper antioxidative Funktionen. Die Olivenfrucht enthält außerdem Verbindungen wie Hydroxytyrosol und Tyrosol. Ihre Mengen variieren nach Sorte und Verarbeitung. Es handelt sich um reale Inhaltsstoffe; ihr bloßes Vorhandensein oder die Zunahme eines antioxidativen Laborparameters nach dem Verzehr belegt jedoch weder Krebsprävention noch die Behandlung chronischer Entzündungen. [7] [8]

Aroma, das Mahlzeiten abwechslungsreicher machen kann. Einige gehackte Oliven in einem Linsen- oder Kichererbsensalat oder verteilt über Ofengemüse geben vielen Bissen Geschmack. Ihre Salzigkeit kann genutzt werden, um weniger zusätzliches Salz zu verwenden, anstatt Oliven mit mehreren salzigen Pickles und Käsesorten zu kombinieren. Das ist ein praktischer Küchentipp, kein Studiennachweis dafür, dass Oliven unabhängig davon den Appetit verbessern oder Gewichtsverlust verursachen.

Was ergaben Studien mit ganzen Oliven?

In einer 2007 veröffentlichten Humanstudie aßen gesunde Freiwillige 20 Oliven. Anschließend verfolgten die Forschenden phenolische Verbindungen in Blut und Urin. Absorptions- und Stoffwechselprodukte wurden nachgewiesen, die höchsten Blutkonzentrationen traten nach ein bis zwei Stunden auf, und ein Maß für das gesamte antioxidative Potenzial des Plasmas stieg an. Das belegt die Bioverfügbarkeit nach dem Verzehr der Frucht. Untersucht wurden weder Herzinfarkte noch Krebs, und die Studie bestimmt keine notwendige tägliche Olivenzahl. [8]

An einer Pilotstudie von 2016 nahmen zunächst 25 gesunde Freiwillige teil; zwei schieden aus. Die Teilnehmenden aßen 30 Tage lang täglich 12 grüne Oliven der Sorte Nocellara del Belice. Die Forschenden verglichen Messungen vor und nach der Intervention, ohne Kontrollgruppe. Der Lipidoxidationsmarker MDA sowie das Signal eines indirekten IL-6-Tests nahmen ab; die absolute IL-6-Konzentration ließ sich nicht bestimmen, weil sie unterhalb der Empfindlichkeit des Tests lag. Geschätzte Fett- und Muskelmasse veränderten sich, die meisten üblichen Laborwerte einschließlich der Blutfette jedoch nicht signifikant. Auch der Anstieg der Laktobazillen im Stuhl war statistisch nicht signifikant. [9]

Diese kleine, kurze Studie kann Forschungsfragen anregen. Ohne Vergleichsgruppe lassen sich Wirkungen der Oliven nicht von anderen Ernährungsänderungen, Messschwankungen oder weiteren Einflüssen trennen. Laborwerte und Schätzungen der Körperzusammensetzung beweisen weder eine Krankheitsbehandlung noch Muskelaufbau. Die Menge von 12 Oliven ist daher keine therapeutische Empfehlung; auch die Bezeichnung eines Lebensmittels als fermentiert belegt nicht, dass es bei jedem Menschen als wirksames Probiotikum wirkt. [9]

Wie sind Olivenöl, mediterrane Ernährung und Extrakte einzuordnen?

Der korrigierte Bericht der PREDIMED-Studie von 2018 umfasste 7.447 Menschen mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko und eine mediane Nachbeobachtung von 4,8 Jahren. Verglichen wurden eine mediterrane Ernährungsweise mit zusätzlichem nativem Olivenöl extra beziehungsweise mit Nüssen und eine Beratung zur Fettreduktion. Für den zusammengesetzten kardiovaskulären Endpunkt zeigte sich ein Vorteil. Geprüft wurden Ernährungsmuster, zu denen Öl oder Nüsse bereitgestellt wurden; Tafeloliven wurden nicht isoliert untersucht, und eine bestimmte Zahl ganzer Oliven kann daraus nicht mit der Ölmenge gleichgesetzt werden. [10]

Eine Studie von 2025 schloss 48 Personen mit leichter Fettstoffwechselstörung ein. Sie nahmen 30 Tage lang täglich zwei Kapseln eines Kalamon-Fruchtextrakts ein, aus dem Öl und Salz entfernt worden waren. Das Gesamtcholesterin sank gegenüber dem Ausgangswert um etwa 4,16 %, das LDL-Cholesterin um etwa 5,67 %. Es gab weder Kontrollgruppe noch Verblindung oder Randomisierung. Dies war eine vorläufige Untersuchung eines Extraktpräparats. Daraus lässt sich weder das Versprechen ableiten, fünf Oliven irgendeiner Art würden einen hohen Cholesterinspiegel behandeln, noch dürfen verordnete Medikamente ersetzt werden. [11]

Warum werden Oliven verarbeitet, und worin unterscheiden sich die Verfahren?

Frische Oliven sind wegen Verbindungen wie Oleuropein stark bitter. Die Verarbeitung macht sie genießbar und schafft geeignete Bedingungen für die Haltbarmachung; die Entfernung der Bitterkeit allein belegt noch keine sichere Lagerung. Manche Produkte durchlaufen eine mikrobielle Fermentation, andere werden auf anderen Wegen verarbeitet. [13]

Zu den wichtigsten Verfahren gehören Wasser, Lake und Fermentation, Trockensalzen oder die Behandlung mit lebensmitteltauglicher Lauge. Trockensalzen ergibt stärker runzelige Früchte; in Flüssigkeit gelagerte Produkte unterscheiden sich in Säuregehalt und Textur. Für die Zubereitung zu Hause ist eine vollständig getestete Anleitung einer Universität einzuhalten – einschließlich ihrer Vorgaben zu Salz, Säure, Zeit und Lagerung. Zutaten zur Konservierung dürfen nicht willkürlich reduziert werden, und Ätznatron ist kein gewöhnlicher Küchenbestandteil. [13]

Fermentation kann Säuren und Aromen erzeugen. Eine Aussage wie „probiotisch“ erfordert jedoch identifizierte lebende Mikroorganismen und geeignete Belege für einen Nutzen. Mikroorganismen und Herstellungsbedingungen unterscheiden sich, zudem kann nachträglich erhitzt werden. Das Wort „fermentiert“ allein beweist deshalb keine therapeutische Wirkung auf den Darm. Die oben besprochene Humanstudie zeigte keinen signifikanten Anstieg der Laktobazillen. [25] [9]

Oliven auswählen und zu Hause verwenden

  • Mit der Verpackung beginnen. Wählen Sie einen vertrauenswürdigen Anbieter und eine unbeschädigte Packung. Lesen Sie Zutaten, Lagerort und Hinweise für die Zeit nach dem Öffnen. Um Natrium zu reduzieren, vergleichen Sie verfügbare Produkte bei gleichem Gewicht und wählen Sie anschließend eine Menge, die zu Ihrer Mahlzeit und Ihrem Ernährungsplan passt. [15]
  • Aroma verteilen. Geben Sie entsteinte, gehackte Oliven zu Linsen, Bohnen, Salaten oder einer Tomaten-Gemüse-Sauce. Eine kleine, mit Kräutern und Zitrone vermischte Menge kann ein ganzes Gericht würzen; probieren Sie, bevor Sie weiteres Salz hinzufügen.
  • Zusätze mitrechnen. Einlegeöl erhöht den Energiegehalt, Füllungen oder Saucen können zusätzlich Salz liefern. Die Konservierungsflüssigkeit muss nicht getrunken werden, um die Nährstoffe der Frucht aufzunehmen.
  • Abspülen garantiert keine bestimmte Natriumreduktion. Das Abgießen und Abspülen der unmittelbar verzehrten Menge kann oberflächliches Salz entfernen. Wie stark der Gehalt im Fruchtfleisch sinkt, ist variabel. Eine Laborstudie untersuchte das Entsalzen über kontrollierte Zeiträume unter Kühlung; dabei veränderten sich auch Säuregehalt und andere Mineralstoffe. Diese Ergebnisse dürfen weder einem kurzen Abspülen zugeschrieben werden noch ist das Ersetzen der gesamten Lake im Glas durch Leitungswasser eine geprüfte Lagerungsmethode. [14]
  • Vor dem Servieren auf Steine prüfen. Auch als entsteint verkaufte Produkte sollten bei der Zubereitung kontrolliert werden. Ganze Oliven sind für kleine Kinder, die noch kauen lernen, ungeeignet. [19]

Aufbewahrung vor und nach dem Öffnen

Beachten Sie das Etikett: Ein ungeöffnet haltbares Produkt unterscheidet sich von gekühlt verkauften Feinkostoliven und selbst zubereiteten Oliven. Befolgen Sie nach dem Öffnen die Hinweise zur Aufbewahrung in einem geschlossenen Behälter, benutzen Sie ein sauberes Besteck und lassen Sie ein Produkt in Lake wie angegeben in seiner ursprünglichen Konservierungsflüssigkeit. Für alle Arten gilt nicht dieselbe Aufbewahrungsdauer. Kühlung unter ungefähr 4 °C verlangsamt mikrobielles Wachstum, sterilisiert das Lebensmittel aber nicht. [16]

Eine gewölbte oder undichte Verpackung, Schimmel oder ein ungewöhnlicher Geruch sind Gründe, das Produkt ohne Probieren zu entsorgen. Unsachgemäßes Einkochen zu Hause hat Botulismus verursacht; ein normaler Geruch oder ein fest sitzender Deckel beweist keine Sicherheit. [13]

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen und Personengruppen mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf

  1. Bluthochdruck, Herzschwäche oder Nierenerkrankung. Wegen des Salzgehalts können manche Produkte für einen verordneten natriumarmen Plan ungeeignet sein. Rechnen Sie Oliven zusammen mit Brot, Käse, Pickles und der übrigen Mahlzeit. Wählen Sie eine passende Menge oder ein geeignetes Produkt, statt anzunehmen, alle pflanzlichen Lebensmittel seien salzarm. [4]
  2. Salzersatz und bestimmte Medikamente. Ein natriumreduziertes Produkt kann Kaliumchlorid enthalten. Bei eingeschränkter Kaliumausscheidung oder bei Medikamenten wie kaliumsparenden Diuretika, ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptorblockern sollten die Zutaten mit dem Behandlungsteam besprochen werden. Das ist ein Hinweis zum Salzersatz und zur individuellen Gesundheitssituation, keine Behauptung, Olivenfleisch habe eine feststehende Wechselwirkung mit allen Blutdruckmedikamenten. [15]
  3. Allergie und Füllungen. Eine Lebensmittelallergie gegen Oliven ist möglich, Berichte darüber sind jedoch selten. Eine Allergie gegen Olivenbaumpollen bedeutet nicht automatisch eine Allergie gegen die Frucht: Untersuchungen unterscheiden die allergenen Proteine, garantieren aber nicht, dass jedes Produkt für jede allergische Person sicher ist. Prüfen Sie auch Füllungen mit Mandeln, Fisch oder Milchbestandteilen. Testen Sie nach einer früheren Reaktion nicht selbst Ihre Verträglichkeit. [17]
  4. Schwere Allergiesymptome. Atemnot, Schwellung im Hals oder Ohnmacht nach dem Essen erfordern sofortige Notfallhilfe. Falls eine persönliche medizinische Notfallanweisung mit Adrenalin-Autoinjektor besteht, ist sie zu befolgen. Das Entfernen einer Füllung oder Abwaschen einer Olive ist keine sichere Umgehung einer bekannten Allergie. [18]
  5. Kinder und Schluckstörungen. Die runde Frucht und ihr Stein sind Erstickungsgefahren. Allein das Entfernen des Steins macht eine ganze Olive für kleine Kinder noch nicht geeignet. Bieten Sie nach dem Entsteinen nur eine kleine Menge in einer Größe und Textur an, die zur Kaufähigkeit passt, beispielsweise fein gehacktes Fruchtfleisch; das Kind soll dabei sitzen und beaufsichtigt werden. Menschen mit Schluckstörungen müssen ihren individuellen Kostformplan einhalten. [19] [20]
  6. Schwangerschaft und Stillzeit. Oliven sind als Lebensmittel innerhalb einer abwechslungsreichen Ernährung einzuordnen; zu beachten sind Salz, Hygiene, Kühlung und Füllungen, die den Empfehlungen zur Lebensmittelsicherheit in der Schwangerschaft entsprechen. Die zitierten Studien bestimmen weder eine schwangerschaftsspezifische Menge noch eine Steigerung der Milchbildung. Die Sicherheit einer Lebensmittelportion belegt zudem nicht automatisch die Sicherheit von Olivenblattextrakten oder Kapseln. [21] [22]
  7. Gewichtsmanagement oder Diabetes. Oliven können Bestandteil einer Mahlzeit sein, doch Energiegehalt, Portionsgröße, zugesetztes Öl und Füllungen bleiben relevant. Ein niedriger Zuckerwert eines bestimmten Produkts rechtfertigt keine unbegrenzten Mengen; eine kurze Studie zur Körperzusammensetzung belegt kein Programm zur Gewichtsabnahme. [3] [9]

Es heißt… was zeigen die Belege?

„Eine feste Zahl Oliven pro Tag behandelt einen hohen Cholesterinspiegel.“ Urteil: nicht belegt. Die kleine Studie mit ganzen Früchten fand keine signifikante Veränderung der Blutfette, und die Extraktstudie untersuchte nicht den üblichen Olivenverzehr. Nutzen Sie Oliven als Lebensmittel, das zu Ihren Mahlzeiten passt, und führen Sie verordnete Behandlung und Kontrollen fort. [9] [11]

„Jede fermentierte Olive ist probiotisch, und mehr Oliven bedeuten einen gesünderen Darm.“ Urteil: Die Beschreibung der Verarbeitung reicht dafür nicht aus. Ein Nutzen erfordert Belege für das konkrete Produkt, den Mikroorganismus und das beabsichtigte Ergebnis; die 30-Tage-Studie zeigte keinen signifikanten Anstieg der Laktobazillen. [9]

„Schwarze Oliven sind immer reifer und nährstoffreicher, und Abspülen macht sie salzarm.“ Urteil: Farbe und Natriumgehalt lassen sich so nicht beurteilen. Oxidation bei der Verarbeitung kann die dunkle Farbe erzeugen; für das Abspülen gibt es keinen festen Prozentsatz der Natriumreduktion. Etikett, Verarbeitungsweise und verzehrte Menge liefern die nützlicheren Informationen. [13] [14]

Praktisches Fazit

Tafeloliven sind in der Küche wegen ihres Aromas, ihrer ungesättigten Fettsäuren sowie ihrer Beiträge zu Ballaststoffen und Vitamin E wertvoll. Im Alltag ist es sinnvoll, eine mäßige Menge über eine abwechslungsreiche Mahlzeit zu verteilen, den Natriumgehalt zu prüfen, Steine zu entfernen und das Produkt richtig aufzubewahren. Direkte Humanforschung an der ganzen Frucht existiert, ist aber weiterhin begrenzt. Ihr Nährwert lässt sich am besten über ihre Zusammensetzung und die gesamte Mahlzeit einordnen; Aussagen zur Behandlung von Krankheiten benötigen deutlich stärkere Belege.

Wichtiger Hinweis

Bei Salzbeschränkung den Natriumgehalt prüfen. Kaliumhaltiger Salzersatz erfordert bei Nierenerkrankungen oder bestimmten Medikamenten besondere Aufmerksamkeit. Oliven oder Füllungen können Allergien auslösen. Atemnot, Halsschwellung oder Ohnmacht erfordern Notfallhilfe und gegebenenfalls den verordneten Adrenalin-Notfallplan. Ganze Oliven und Steine können zum Ersticken führen. Steine entfernen, Größe und Textur an die Fähigkeiten des Kindes anpassen und es beim Essen im Sitzen beaufsichtigen.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine Beratung durch qualifiziertes medizinisches Fachpersonal.

Quellen und Literatur

  1. Olea europaea (Common Olive, European Olive, Olive) · Quelle lesen — North Carolina State University Extension
  2. Sorting Olea names · Quelle lesen — University of Melbourne, Multilingual Multiscript Plant Name Database
  3. Olives, ripe, canned (jumbo-super colossal), 1 jumbo · Quelle lesen — University of Rochester Medical Center
  4. Salt and Sodium · Quelle lesen — Harvard T.H. Chan School of Public Health, The Nutrition Source
  5. Types of Fat · Quelle lesen — Harvard T.H. Chan School of Public Health, The Nutrition Source
  6. Fiber · Quelle lesen — Harvard T.H. Chan School of Public Health, The Nutrition Source
  7. Vitamin E · Quelle lesen — Harvard T.H. Chan School of Public Health, The Nutrition Source
  8. Bioavailability of the phenolic compounds of the fruits (drupes) of Olea europaea (olives): impact on plasma antioxidant status in humans · Quelle lesen — Phytomedicine / Kountouri AM, Mylona A, Kaliora AC, Andrikopoulos NK
  9. Nutraceutical effects of table green olives: a pilot study with Nocellara del Belice olives · Quelle lesen — Immunity & Ageing / Accardi G et al.
  10. Primary Prevention of Cardiovascular Disease with a Mediterranean Diet Supplemented with Extra-Virgin Olive Oil or Nuts · Quelle lesen — New England Journal of Medicine / Estruch R et al.; author trial website copy
  11. Reduction of LDL and total cholesterol levels with Kalamon table olive extract: A natural approach to dyslipidemia · Quelle lesen — International Journal of Functional Nutrition / Tsolakou A et al.
  12. Characterization of Polyphenol and Volatile Fractions of Californian-Style Black Olives and Innovative Application of E-Nose for Acrylamide Determination · Quelle lesen — Foods / Martin-Tornero E et al.; University of Extremadura repository
  13. Olives: Safe Methods for Home Pickling · Quelle lesen — University of California Agriculture and Natural Resources, Publication 8267
  14. The Desalting Process for Table Olives and Its Effect on Their Physicochemical Characteristics and Nutrient Mineral Content · Quelle lesen — Foods / Lopez-Lopez A, Moreno-Baquero JM, Garrido-Fernandez A; Instituto de la Grasa, CSIC
  15. Take Action: How to Reduce Your Sodium Intake · Quelle lesen — Harvard T.H. Chan School of Public Health, The Nutrition Source
  16. About Food Preservation · Quelle lesen — University of California, Master Food Preserver Program of Orange County
  17. The Allergenic Structure of the Thaumatin-like Protein Ole e 13 Is Degraded by Processing of Raw Olive Fruits · Quelle lesen — Journal of Investigational Allergology and Clinical Immunology / Torres M et al.
  18. Managing Food Allergies · Quelle lesen — UCSF Benioff Children's Hospitals
  19. Prevention of Injuries: California Childcare Health Advocate module · Quelle lesen — University of California, San Francisco, California Childcare Health Program
  20. Finger Foods for Infants and Toddlers: Make Every Bite Count! · Quelle lesen — Rutgers New Jersey Agricultural Experiment Station
  21. Nutrition During Pregnancy · Quelle lesen — Johns Hopkins Medicine
  22. Maternal Nutrition and Breastfeeding · Quelle lesen — Stanford Medicine Children's Health
  23. Olea europaea L. - Herbari Virtual · Quelle lesen — Universitat de les Illes Balears
  24. Hvort eru ólífur ávextir eða grænmeti? · Quelle lesen — University of Iceland, Visindavefurinn
  25. How to Recognize Fermented Foods · Quelle lesen — Stanford Prevention Research Center, Nutrition Studies Research Group
  26. Asterider systematikk planter · Quelle lesen — University of Oslo, Department of Biosciences
  27. Olivera — Col·lecció de plantes vives del jardí Ferran Soldevila · Quelle lesen — Universitat de Barcelona, Museu Virtual